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Bei folgenden Tierarten gibt es zur Zeit Jungtiere zu entdecken:

  • Baumskink
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  • Eselspinguin
  • Flamingo
  • Gepard
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  • Känguru
  • Klammeraffe
  • Königspinguin
  • Lama
  • Löwe
  • Nashorn
  • Orang-Utan
  • Pfauenziege
  • Rentier
  • Schimpanse
  • Seelöwe
  • Somali-Wildesel
  • Totenkopfäffchen
  • Wildschwein
  • Zwergflusspferd
  • Zwergziege

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Junge Strausse – und sie wachsen, wachsen, wachsen

Seit Ende Dezember sind im Zoo Basel zehn junge Strausse zu sehen. Die Eier wurden von den beiden Eltern, Manyara (21) und Baringo (20), sechs Wochen lang bebrütet, bevor die ersten Küken am 20. Dezember schlüpften. Der Zoo Basel ist besonders stolz darauf, dass die Strausseneltern sehr erfolgreich und ganz natürlich brüten. Manyara und Baringo betreiben dabei Jobsharing – der Hahn übernimmt die Nachtschicht und die Henne brütet tagsüber.

Wie bei Straussen üblich gibt es für die Küken im Zolli seit dem Schlupf nur eins – fressen und so schnell wie möglich wachsen. In der afrikanischen Savanne wird ihr Wachstum durch das knappe Futterangebot begrenzt. In Menschenobhut muss man gut darauf achten nicht immer mehr Futter zu geben, solange die Tiere fressen. Da viele Tiere kein wirkliches Sättigungsgefühl haben, kann Überfütterung sonst zum Problem werden.

Straussen-Diät

Fettleibigkeit oder, wie im Fall der jungen Strausse, zu schnelles Wachstum kann sich negativ auf die Entwicklung der Knochen auswirken. Deshalb werden im Zolli die Futtermengen der Jungstrausse genau auf das Alter und die Anzahl Tiere angepasst. Auch auf eine optimale Zusammensetzung der Nährstoffe wird geachtet. Kalzium, ein Mineralstoff, der für das Knochenwachstum wichtig ist, wird beispielsweise mit Catalonia (ein Salat mit besonders viel Kalzium), Muschelkalk und einem speziellen Mineralstoff-und Vitaminmix verabreicht.

Küken müssen auf die Waage

Staussen-Küken sind Nestflüchter. Gleich nach dem Schlupf picken sie ihre Nahrung selber auf. Die Eltern wachen zwar über die Kleinen, füttern sie aber nicht. Um sicher zu gehen, dass die Futtermengen im Zoo korrekt sind, werden die Küken in den ersten Wochen regelmässig gewogen und die Daten mit den Werten aus den letzten zehn Jahren verglichen. So kontrollieren die Tierpfleger das Wachstum der Strausse und passen im Bedarfsfall zusammen mit dem Tierarzt die Futtermenge oder die Zusammensetzung an. Ziel der Diät ist es, möglichst gesunde und normal wachsende Vögel zu halten. Im Gegensatz dazu ist in einer Straussenfarm ein schnelles Wachstum und rasche Gewichtszunahme erwünscht.

Vorbildliche Eltern

Die jungen Strausse dürfen sich nun auf den Frühling freuen. Dann werden sie ihre umgestaltete Küken-Aussenanlage nutzen können. Erst wenn sie im Frühsommer gross genug sind, um den neugierigen Zebras aus dem Weg zu gehen, dürfen sie zusammen mit ihren Eltern die gesamte Afrikaanlage nutzen. Die Strausse teilen sich mit sieben Zebras und zwei Flusspferden die Afrikaanlage. Alle Straussenküken werden im Zoo Basel von den Eltern ausgebrütet, ohne die Hilfe eines Brutschrankes. Mit Erfolg: Manyara und Baringo haben seit dem Jahr 2000 in Basel gut 110 Küken aufgezogen.